your fake name is good enough for me

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New York City, 25.5.-2.6.2012
I don’t want to own him

or control him
I just want our souls to be aligned

ruins, or relics, disciples and the young

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lichtschluchten, harlem, staten island ferry, tudor city.
im nachhinein betrachtet ist es beinahe unwirklich, dort gewesen zu sein. zeugnisse meines besuchs, der stempel in meinem reisepass, hunderte fotos in meiner abzugkiste, den schmerz vom nacken in den knochen.

golden light

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schlafen in einem fremden bett, das nicht einmal im ansatz nach mir riecht. angezerrte muskeln im nacken, die, die auch wochen später noch schmerzen, das gefühl, nie wieder wirklich den hals so weit zu drehen wie früher. kytta-balsam, der sich in die haut frisst, sodass es aussieht, als wäre man geschlagen worden, eine schicht sonnenbrand darüber, eine schicht, die langsam abblättert, im hintergrund bleibt, ähnlich wie die dunklen sonnenabdrücke des letzten sommers auf den füßen, dort wo die schuhe etwas licht an die haut gelassen haben. schlafen in einem fremden bett, einem, in dem es sich so unbequem liegt und das im hellen so weich aussieht, dass es einem die sprache verschlägt. vielleicht habe ich mir auch einfach nur den rücken kaputtgemacht.

you see, although you’ve been blind


25/05
Camping, idyllisch gelegen an der Autobahn, See, Felder, irgendwo ein dahingekritzeltes SGD; ich schäme mich. Kollektivhusten, verteilt von vorne bis hinten, beinah neben mir der Mann, der jedem vorbeifahrenden Auto einzeln nachtrauert, gerade sitzend bis auf den obersten Punkt des Kopfes, als wäre sein Körper auf einer Schnur aufgezogen – eingefallenes Gesicht, wohl zu dünn für sein Alter. Der Geruch von altem, abgegriffenem Leder und weißen Hemden, frisch aus dem heimischen Wäscheschrank.
Der Kopf im Nacken, Blicke nach oben, Kondensstreifen, von unten an manchen Tagen, bei komischem Wind, sich so verziehend, dass es so aussieht, als würde die Erde unter den Füßen sich in eine andere Richtung bewegen, der Wunsch danach, nicht im hier zu sein sondern im dort. Bilder von Baustellen, die sich durch die Wälder und Felder und die Brache fressen, der Druck beim Beschleunigen, Masse im Rücken, fehlendes Gespür fürs Eigengewicht, Tiefennebel, diesmal steht das Korn ganz gut. Meine Augen, die, die über allem auf der Fensterscheibe thronen. Der hagere Mann mit dem weißen Hemd fängt an, immer stiller zu werden. An irgendeinem Morgen werde ich aufstehen und mich gut fühlen. All die Narben auf der Innenseite meiner Haut werden dann behandelt worden sein und auf meinem Herzen liegt dann eine Hand, die nicht mir gehört. Noch schneidet das schwarze Loch in meinem Kopf zu viel Gesundes kaputt, zu viel unversehrte Seele. Ein Krebs für das Innere, dein König der Krankheiten, der sich ohne Gegenwehr unaufhaltsam durch einen hindurchdrückt. Habe niemals danach gefragt oder darum gebeten, so ein Mensch zu sein, zu werden, gewesen zu sein.
habe mich müde geschlafen
und hungrig gegessen
Der Lavendel sticht aus dem Grün hervor wie meine Augen aus einer dumpfen Masse, aber nur dann, wenn man mich sucht. Ausbluten auf Papier, meine immer wiederkehrenden Worte. Hesse im Rucksack, Begrenzungsstreifentanz. 
28/5
Da saß dann irgendwann der Mann nicht mehr auf dem Sitz, den er seit einiger Zeit schon gewärmt hatte. Ich dachte an die Leute, die ihn wohl schon seit längerem angestarrt haben mussten. Er hatte dieses traurige Lachen und den noch traurigeren Blick, der sich besonders dann manifestierte, wenn er eine Seite in dem Buch auf seinem Schoß umblätterte. Weil er so saß, wie er saß, krümmte ich meinen Rücken nach vorn und rutschte ein wenig nach unten. Es gab da nicht so viele Tage, an denen ich aufrecht, gerade sitzen wollte, all das Beobachten machte müde. Die Klänge der U-Bahn, die Frau neben mir mit einem uralten Discman – ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt einen von denen gesehen habe – und der permanente Schmerz im Rücken. Manche ziehen sich zurück, um zu schreiben, ich konnte das nie, konnte weder dann schreiben, wenn andere da waren noch wenn ich alleine war. Wie mit musikalischem Talent – davon besaß ich ebenso wenig etwas, wie von anderen herausragenden Eigenschaften. Kurzum, ich besaß nichts. Eines dieser Nichtse, die sich durch das Gehirn durch auf die Hände legen. Ein Vakuum, ein Verdammen zum Beobachten. Das Klingeln in den Ohren, im Hinterrund der Beweis für die Existenz der mich umgebenden Maschinen, seit einigen Wochen schon kein Aufstehen ohne das Summen, kein Einschlafen möglich ohne es.
29/5
Ich sehe Augen, die nicht mir gehören, zum ersten Mal ist das keine Reflexion meiner an grüne Knöpfe erinnernden Sehapparate. Es funktioniert selten, zusehen beim Vergehen, so schnell, wie sie gekommen sind, waren sie auch wieder weg. Hawaiihemden und eine an Gummibärchen erinnernde Geruchsspur. Und wenn dieses andere Augenpaar schon mehr gelebt, gefühlt, gesehen hat als ich es jemals in einem ganzen Leben könnte? Wo verbleibt dann meine Daseinsberechtigung?
30/5
Ein stetes Rattern, leerer Kopf, mein Atem, der Mann mit den goldfarbenen Schuhen, der so aussieht wie einer dieser Briten, die nur am Wochenende nach Hause fahren und sonst in einer kleinen Wohnung im East End hausen. Neben mir ein Kind, das seine Mutter in den Schlaf liest, überall müde Augen, dann schon wieder der Klang der Klimaanlage, Rattern, Mokassins, ich versuche, nicht nachzudenken. Mein Kopf ist noch im Flugzeug oder wieder, die Frage stellt sich schon gar nicht mehr. Oder was das doch das Rauschen des Meeres, das ich um einhundert Meter verpasst habe? Jede Woche ein neues auffaltbares Loch in meinem Körper, die Unterschiede zwischen ja und nein bemerke ich schon gar nicht mehr. Viel zu viel, man muss schon wieder die Geschwindigkeit aus den Dingen nehmen, früher dachten sie, bei 30km/h gibt es Auswirkungen auf die Psyche und den Körper und mittlerweile rasen Menschen mit 900km/h durch den Himmel hindurch, um vom einen Ende der Erde zum anderen zu kommen. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte stenografieren, meine Handschrift verschwimmt schon so sehr in diese Richtung, das ich den Unterschied dazwischen auch nicht mehr ausmachen kann.
1/6
Meine Zeitzone, zu weit entfernt, letztlich kommen meine Gedanken immer wieder zurück nach Europa. Als würde mich das alles verfolgen, positiv. Morgen zurück nach Berlin, ein extra Tag in der Stadt, Regeneration bei Elisa. Ich will nicht nach Dresden.

when we drive out of this town

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die klimaanlage frisst sich mir in die knochen, ähnlich wie der kalte stein, der sich durch mein kleid durch auf die nieren bricht. geschäftiges treiben, man wünscht sich gelegentlich doch ein wenig sonne, so viele sprachen, die ich nicht spreche, nachdenken darüber wieso es eigentlich schlüsselbein heißt, eben, weil es alles ist, auf das ich in den letzten minuten in der ubahn starren konnte. feine aber immer noch weiße, etwas dunkle abgesetzte linien, der geruch von meer, der gute, nicht der, der dich keinen fisch mehr essen lässt. das schiff ist groß und orange und schiebt sich durch die einfahrt zum meer richtung staten island wie einer dieser kolosse, die an panzer erinnern. mir fällt auf – ich bin nicht die einzige hier mit hunger auf eindrücke und erlebnisse und mit dem wunsch, die freiheitsstatue zu sehen – die frage danach, wie sie und welche eindrücke sie an sich reißen werden. dabei überschattet mein wunsch nach meer doch eigentlich alles andere, die hitze setzt zu, meine betriebstemperatur ist normalerweise bei zweiundzwanzig grad celsius. ich weiß, dass sie hier von fahrenheit sprechen, ich weiß, dass sich das alles noch merkwürdiger anhört als die geringere temperaturangabe in celsius.
sie strömen alle zu einem der ausgänge, zu einem der plätze, an dem die fähre anlegen könnte; menschen mit sonnengesichtern sonnenhüten sonnenkameras sonnenschirmen, verbrannt vergessen verwirrt. hätte den schal mitnehmen sollen, der klimaanlagenfrost hält die schulterblätter fest, kritischer moment im mittelhandknochen.
billiges parfüm, bretzeln, der geruch von kaffee, den ich nicht mag. mir ist schwindelig, ich hätte gerne einen dieser cupcakes von der unaufgeregten lenox avenue in harlem, kurz vor der ecke, wo alte männer im schatten vor ihren häusern sitzen und der hitze harren. gegenüber brownstownhäuser mit eingängen, die gemütlicher sind als jeder hauseingang in londons nobelvierteln, geräusche vom park die straße herunter, lachende kinder, die panisch schreiende frau, die ein auto fast totgefahren hat. irgendwie zu viele ungeordnete eindrücke, zu viel chaos, muss immer noch ankommen.
nur diesmal habe ich wirklich das meer gehört und nicht die autobahn.
der mann im bus, der sich die ganze zeit zu fragen scheint, was ich eigentlich für eine figur bin, schaukeln, die frau im bus, die sich durch ihre sonnenbrille hindurch das gleiche zu fragen scheint. die angenehme gewissheit, dass mir das eigentlich egal sein kann: auf einmal niedrige häuser, die unendlich lange straße zurück zur fähre, der zug hat so geklungen wie ein flugzeug auf der startbahn, dann wieder das altertümliche geratter, das an filme aus den sechzigern erinnert.
but I won’t say a thing