Tratex

Untitled by smallcutsensations

∆ 23

Ich hab es abgezogen und gepult und gezerrt und wache vor Augenpaaren auf, schwarz, lange Wimpern, in meinem Kissen, auf meinem Kissen. Das bekomme ich nie wieder heraus. So wie die Worte im, auf dem Papier, die hat man beinahe mit dem Stift hineingekratzt, nicht so weich wie das, was in zwei großen Stapeln auf dem Fußboden steht. Da, am Bettende, da, wo man sich jetzt die Knie immer einschlägt, weil die Ecken gefährlich bleiben und man zu gerne festhängt.
Weil wir es interessant finden und manchen das Glück in den Schoß fällt und sie es nicht sehen. Weil es Sinn macht, weil die alten Worte sich so schön anfühlen, wie sie brennen und sie so nach abgestandenem Leiden aussehen.

Das waren Nägel und Holzspäne, die Nägel habe ich fast alle wieder eingesammelt. Und ein oder zwei habe ich hinterlassen, da im Flur, wo morgens das Licht so angenehm hineinfällt.

realization grew on me
as quickly as it takes your hand
to warm the cool side of the pillow
(Alt-J – Hunger of the Pine)

*Tratex von Karl-Gustaf Gustafsson, via Transportstyrelsen

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