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Untitled by smallcutsensations

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∆ 25

In Körpern wohnen, die nicht nur die Bezeichnungen in den Anatomiebüchern verdient haben. Erinnerungen, gelernte und abgestoßene Muster wachsen innen, ergeben die Rinde nach außen. Würde man Seelen aufschneiden können, würde man bestimmt auch ihre Jahresringe sehen. Die Zeiten ohne Berührung, du weißt, welche ich meine, und die mit wohligwarmem Brennen in der Gegend um den Brustkorb – auch hier: du weißt, welche ich meine. Und dann all die Lücken dazwischen.
In die Winkel kriechen, an die Stellen, an die das Licht kommt. Mal viel, mal wenig. Dann versuchen, zu verglühen, dann versuchen, nichts von all dem ernst zu nehmen. 
Weil es wehtut, sich konstant offenlegen zu müssen, sich wiederholen zu müssen. Und dann weiß ich nicht, wie ich dir verständlich machen soll, dass die Tage wieder kürzer werden und sich die Zeit noch mehr beeilt als noch vor ein paar Wochen, dass diese Dringlichkeit wächst und die Bedrohungen dieser Welt nicht weniger werden. Ich sehe mich um und alles ist aus Gold, vielleicht halte ich mich aber auch nur an das Licht, das seit Februar in meinen Blutbahnen fließt.
… and complications
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