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Untitled by smallcutsensations

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∆ 22

Ich bin die schlimmste Katze, die du jemals kennengelernt hast.
Ich habe den Drang nach einem richtigen Spiegel, keiner Spiegelfolie. Nie wieder der billige Abklatsch von etwas, von dem man glaubt es nicht zu verdienen. Früher: weil alles andere, alle Anderen ja so viel mehr strahlen und leuchten und es in einem drin ja nie so viel gibt, nichts gibt, weil es ja nie etwas gibt in einem um das sich andere Menschen bemühen könnten, würden, sollten. Jetzt: ich will das Leben in der Totalen, meiner Totalen, will verbluten und will mir die Worte nicht selbst verbieten, will wissen und fragen, geben und nehmen können. Die gesündeste Variante des Existierens, die absolute, die schmerzhafteste.

Und wo wohnen dann die Gefühle, wenn man Angst vor ihnen hat? Wohnen sie tief in deinen Schädelknochen, erkennt man sie nur im MRT, im CT? Stecken sie in deinen Albträumen fest oder wandern sie in meine Träume, gelegentlich die schlechten, gelegentlich die guten? Ist es nicht einfacher, sagen zu können, man lebt sich durch die Vielfalt der Schichten, hinein in den Kern, liebt sich in, durch die Panzer der anderen Menschen? Und wo bleibst du dann dabei, vergehst du auch an den Anderen, vergehst du am Gedanken daran, dass dich die Dinge, die Menschen, die Gefühle in deinen Schädelknochen lähmen könnten, dass du alleine nicht mehr atmen kannst, dass du zu viel aus dir herausblutest? Oder vergehst du zusätzlich wie ich daran, dass es Menschen gab, die Leben wollten und starben, ohne, dass sie es wollten und du immer dachtest, du bist selbst nicht fähig dazu? Das Wünschen in die Gegenden, die niemand sonst verstehen kann.
Ich bin immer noch da.

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