when I’m small

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Mir sind die Augen müde
Mir sind die Augen glasig

Die schlechte Kopie eines schlechten Klischees.

am I underground
or am I in between?
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my made up spook

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∆ 29

Da ist nichts gekoppelt
Da ist nichts von Bestand

Und ich dachte, ich hätte gelernt aus den Dingen; stattdessen lernen die Dinge aus mir, denn dieses Bewegen in den eigenen, den fremden Bahnen und den Scherenhänden all der Menschen, die man mal hat lieben wollen, dieses das ist zu gut, um wahr zu sein.
Aber ich bin nun eine Leberfleckblutstätte, eine dieser grandiosen Hüllen, aus denen alles verschwindet und die nur an die Oberfläche kommen lassen, was im Dickicht, der Schwere des Körpers zerplatzt.
Meine Gedanken kannst du vielleicht in Form von Bilderrätseln auf meiner Haut erkennen. Kannst eventuell dann beim Fassen auf den Oberkörper meinen Kloß, Propfen, Klumpen spüren.
Denn ich verlerne wieder zu atmen und verbrate alle Energie auf das, was nicht mehr zwischen meinen Lungenflügeln ist. Und wohl auch nie war. Schließlich wollte ich Schmetterlinge in deinen Bauch legen, eben jenen, der nicht ruht. Der Bauch, der zu viele Geschichten kennt, die ich nicht zurücknehmen kann.
Wir wollen nicht weinerlich sein, wir schmeißen nur das Porzellan auf den Boden. Das interne und das externe. Nichts darf übrig-, zurückbleiben. Nichts darf mehr die Schwerter ins Fleisch treiben. Aus dem Kopf muss alles heraus, gefragt hat man mich ja nunmal nie. Weder die Frage nach dem Leben noch die nach dem Überleben. Die Funktion, pure, existenzielle Aufgaben. In mir drin. Den Anderen zuhören und das eigene Verwerden wieder lernen.
Meine Wunden halten keine Sicherheitsnadeln, aber wir sind gesperrt für fünf Jahre.

Bitte gib mir meine Hochachtung vorm Leben zurück. Oder die vor der Zukunft. Ich mag wieder ungeniert leben können. Nur kann ich das nicht so. Schon wieder nicht. Das hier ist kein Irrtum, das hier ist eventuell ein Rückfall.

Groß und breit und leuchtend aufgeschrieben, in den schönsten Farben, niedergeschrieben auf dem schönsten Papier. Keinerlei Ahnung von den Schwierigkeiten in den Brustkörben anderer.
Das Bewusstsein sagen zu müssen wir haben schon wieder einen von uns verloren.
Ob das nur ein kleines Leben war oder ein großes?
Das wird wohl niemand je erfahren. Ich lebe nicht mehr in ihm drin.
Das sind die Leben, die ich rief.
Schraffuren in jedem Bereich, da geht das Interesse verloren, da geht wieder weg, was nie hätte sein dürfen. Tief begraben sind wir in der inneren Unkenntlichkeit.

Ich bin nur arbiträr vorhanden. Das verschwendete, an mir verschwendete image acoustique.

a gentle shove, I gave you that
as you were drifting off into my head

looking too closely

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in meinem Kopf sitzt ein Dämon, ich habe ihn eingeklemmt
damit er nicht gehen kann
und ich mir sagen kann, dass das alles schon irgendwann vorbei geht

Wie man als kleines Kind im Hausflur, nein, im Wohnungsflur lag und dem Hund beim Sterben zusah und alles dunkel war in diesem Flur. Sich noch nicht einmal im Ansatz das Orange der Markise in die Augen gebrannt hat wie sonst. Orange-Gelb. Oder das Fruchtfleisch in dickem Orangensaft. Als hätte man nicht geahnt, dass das ein einschneidender Moment ist. Als hätte man nichts von alledem jemals geahnt.
Dann: mir gegenüber die einsamen, lesenden Männer dieser Welt. Ja, als hätte man nicht geahnt, dass dieser dunkle Flur und der tote Hund darin seine Schatten vorauswerfen würden. Denn irgendwann kommt man dann an, im Raucherabteil der anderen Leute, dem, was eher in den Leuten drin ist.
Wie man auf einmal froh ist, nichts gerafft, nichts gekürzt zu haben. Jedes Mal diese Sieche vor Augen, ich mag niemandem so recht davon erzählen. All die verschiedenen Krankheitsschlüssel. In meinem Echo die Angst vor allen von ihnen, vor allem von denen von F32.X bis F33.X.

Dann sagte sie: wie soll man sich um jemand anderen kümmern, wenn man sich noch nicht einmal um sich selbst kümmern kann?

Der Panther in mir drin, im Käfig, so viel hineininterpretiert. Armer Rilke. Kein Bordrestaurant, die Caddies dieser Strecke und das Problem mit dem vor Stunden frisch gebrühten Kaffee, den auch Stunden später niemand trinken will.
In meinem Kopf tigert es hin und her oder hat jemals irgendwer dir beigebracht, die Signal- und Tastentöne deines Telefons auszuschalten? Trost könnte es geben, spenden. Wir gehen in Museen, wir hatten uns doch nur gedacht, dass wir eventuell die neue Kunst beobachten. Sitzen in und starren auf, weil: leben durch die Sonne. Viel zu schnell geht man vorbei, gehen sie vorbei. Die Brötchen dieser Welt, dieses Zuges. Nein, wir haben uns das nicht so gedacht, hat man sich etwa jemals etwas gedacht?

Wie oft kann man abgewiesen werden, ohne, dass man davon Schaden nimmt? Die Haare hängen fest an den Türen, herausgerissen vielleicht, als er mit sehr unscheinbarem Schritt in den Zug stieg. Oder eventuell sind sie von einem anderen Mann, dem mit den schwarzen Rändern in den langen Fingernagelrillen. Eine Projektion in meinen Wohnort.

Manches wächst dann in einem drin. Auf der Schulbank sitzen in diesem relativ düsteren Haus in der Nähe eines mit Kopfsteinpflaster belegten Marktplatzes. Zierbepflanzung an allen Fenstern jeder Häuserfront. Rote Blütenblätter, die auf den Gehweg fallen, dabei ein einziger Gehweg: die Straße.
Erfahren, um erfahren zu können – Andacht und Ehrfurcht. Der Wunsch nach einer ähnlichen Biografie, der Wunsch nach einer anderen Biografie. Dieses eine Buch in den unterschiedlichsten Ausgaben, drei Silben. Das andere, wenn man den Artikel entfernt, ebenso.
Aber das Bewusstsein – der Name folgt, verfolgt: lebenslang. Auf Ausweisen, auf Dokumenten von früher, schlichtweg kann man konstatieren: der Name wohnt weiterhin im Hinterkopf.
Ich denke, dass das eine Zäsur sein kann. So wie eben dieses eine Buch, dieser eine Roman eine Zäsur war im Denken und Schaffen. Was Faust I nicht vollbringen konnte, deuteten eben diese drei Silben an. Warfen ihre Schatten voraus, das Jahr der Sonnenfinsternis. Ohne Brille, danach die Kurzsichtigkeit. Wie man früher dachte, man könnte die dunkle Seite des Mondes sehen, erahnen.

Im Kopf aber wieder diese unsäglich vielen Blütenblätter, Spätsommer und nach Seewasser riechende Haut. Als hätte der Autor in mich hineingesehen, in meinen inneren Spiegel geschrien. Der Sommer, als ich mit dieser einen Schreibmaschine zurück in meinen Geburtsort fuhr.
Gespräche über Krisen und Intervention. Eventuell war diese Zäsur auch eine für den Autor, ebenso eine Intervention nach einer Krise.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Auszeit oder Therapie. Oder beides. Aber es ist so, dass ich dann das Gefühl hätte, denen, die es dringender brauchen, den Platz wegzunehmen. Der Assistenzarzt, der mir gegenübersitzt und mir vom Krisentelefon erzählt, von diesen drei Sitzungen, von diesen drei Zusatzterminen. Das wäre dann erstmal keine Therapie, das wäre erste Hilfe. Nehmen Sie das bitte wahr. Sie sind scheinbar immer noch in der gleichen Krise. Und wie haben Sie das eigentlich bis jetzt ausgehalten?
Die Gardinen, die das Altbauzimmer so irritierend abdunkeln, sind keine Gardinen, es sind Plastikstreifen, die von der Decke hängen. Starren auf die großen weißen Zähne des Arztes. Ich habe vergessen, wieso ich hier bin, trotzdem beginne ich zu weinen.

and I could be wrong about anybody else
so don’t kid yourself, kid yourself
it’s you right there, right there in the mirror
you don’t wanna hurt yourself, hurt yourself

a new error

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mit Torben & Christina
Berlin-Schöneberg
1951 Belca Beltica II (Dresden)

Wie der Moment, wo das Blut wieder in die eingeschlafenen Beine schießt, wo es dich zusammenfaltet wie nach einem Schlag in die Magengrube. Nicht, dass ich je die physische Form davon erlebt habe. Sie sprangen nur auf meinem Brustkorb herum.

Stattdessen verbringe ich meine Tage mit Sterben und Lieben, lese zwischen ihnen quer und kann nicht mehr schlafen. E und all das, was ich nicht kann. Die Raufasertapete in mir und um mich herum, die perfekte Metapher für ein Werk. Wenn man es so nennen kann, wenn man es so nennen soll. Wieder schreiben, schonungslos sezieren, das kennt und kann man gut in ausgewählten Momenten. Ich möchte nicht vergessen bis ich nicht mehr schreiben kann.

Aber so wie man eine Chemietomatensuppe mit Gespensternudeln aufschlägt, schlage ich mich innerlich zusammen und setze Gespenster ein und aus, dort, wo ich einst Bilder sah und hatte von Haut und Wärme. Kann in der Küche schon wieder blind in den Besteckkasten greifen ohne mir die Finger an den Messern aufzuschneiden. Du verstehst, ich liege oft daneben. So wie mit den Sommern, von denen man viel erzählt hat, die aber darin enden, dass man in Zimmern die Zeit verbringt, sei es in solchen die man innen oder solchen die man außen findet. Und man wiederholt Muster. Die vom letzten Jahr, die von früher, die von vor zwei Jahren, die aus der Kindheit. Wie ich beim Zugfahren daran denken musste, dass es aus den Augen mancher heißen könnte „wohlbehütet aufgewachsen und psychisch krank“ und dass man sich dagegen wohl oft nicht wehren kann.
Der Zeigefinger, fremd und auch von mir, auf meine Lippen gelegt, fast in mein Philtrum hineinstechend. Sprich nicht darüber. Zusammengeklebt, was sollte und nicht durfte. Lass sie doch darauf warten, auf deine Worte und auf deine Taten. Aber es gräbt mir dabei mein Inneres um, mit Baggern so groß wie denen in Ferropolis. Manches habe ich nicht gelernt, vor allem nicht dieses merkwürdige Konstrukt des Egalwerdens.

Gooey

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∆ 28

Und dann musste ich daran denken, dass die größten Grausamkeiten im Kleinen passieren und dass die Meisten es nie als so grausam erleben werden oder können wie man selbst, eben weil das Erleben grausamer sein könnte. Oder bildet man sich diese Unterschiede nur ein? Ich beobachte, also bin ich. Gelegentlich fließt mir das Blut in der Dusche die Beine herunter und obwohl ich weiß, dass es mal zu mir gehörte, mal durch meine Mitte floss, wasche ich es mit Dringlichkeit in den Abfluß, vorbei an meinen Haaren, die schon länger in ihm feststecken. Auf manche der Wunden klebe ich Pflaster, die meine Beine bedecken wie eine zweite Schicht Haut.

Man ist kurz davor, dass einen die Gedanken wieder verstören, man Angst hat vor deren Nachhall und deren Schatten, aber vielleicht werden einen die Dinge immer heftiger treffen als sie es eigentlich tun sollten. Wie der Laster, der mein Inneres mit Regelmäßigkeit überrollt.
Aber das ist wichtig, das ist wichtiger als der Körper, der mich warmhält, als die Kleidung, die ich in Schichten auf mich ziehe, so, als könnten sie mich schützen vor den Irrationalitäten meines Gehirns, falsche Einflüsse.
Dann das Erfahren, jeder fährt seinen eigenen Film, auch das wiederum ist normal, man verlernt zu schreiben, zu reden, man steckt zu tief drin in allem, vor allem sich selbst und den Extraschleifen, die die Gedanken fahren, wenn die Hände ruhen und man verlernt hat, das, was man liest, in sich laut vorzulesen.

Das ist der Mikrokosmos in einem drin und dann auf einmal eine Farbe, die ich von dieser einen Hose kenne und mich aufschrecken lässt. Der Fernzug oben auf den Gleisen.

Oder aber die Erkenntnis, das Bewusstsein darüber: ich bin immernoch krank, nur kann ich irgendwie damit leben.

how can I believe you
how can I be nice?

Odessa

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Inventur III

Die Ecken kann man nicht übersehen und doch greifen sie mit Regelmäßigkeit durch meine Haut. Farbspektren zwischen #b3a79b, #c9b69d und #b3b5aa, alles passiert im Kleinen und wohnt auf meiner Hülle für ein paar Tage, gelegentlich auch Wochen. Schatten, die noch immer auf mir liegen.
Man entdeckt Muster neu und wieder, man fühlt sich wie von Jacquardmusterung durchzogen, nicht fein und filigran, eher grob und klotzig. Dann weint man nur auf der Seite, die der Andere nicht so gut sehen kann im Dämmerlicht und hofft darauf, dass die Krähen, an denen man vorbeiläuft, die faulen, faden Stellen in einem zerfleischen, bevor man durch die Nächte weint.

Ich kann es (nicht) verstehen, meine Tusche unter den Lidern, durch die Kathedralen hindurch. Die, die niemand versteht; wo bringen sie nur meine Haare hin, die, die durch die U-Bahnschächte fliegen, auf den Flächen dieser Stadt liegen wie zu schweres Parfum?
Nicht wissen, wo genau die Dinge hinführen. Oh, was hätte ich gegeben für den anderen Dielenboden, den falschen, der klebt manchmal so merkwürdig auf dem Estrich, wie das Klacken eines jeden Schrittes.
Das ist grausam, aber da fehlen die Gedanken, die Reflektion, kein leises Flüstern mehr, weil die Wände so dünn sind. Vielmehr: weil die Adern so trocken sind, so trocken in so vielen Schichten, so ausgetrocknet an den Orten, an denen es wichtig ist.
Rennen, weil man es nicht anders gelernt hat. Im Beinahe-Weinen sich selbst gefunden, die Zwiebel so lange geschält, bis der letzte Rest zerbröselt ist. Auftauchen, ertrinken in den Wassergläsern, die um meinen Kopf verteilt sind.

Schlafen in leeren Betten. Es zerrt mir so langsam wieder den Wald in die Augen, dabei will ich nur das Feuer in ihnen löschen.

we have portrayed the delusion of trust
lately, it seems everything that we touch
gradually turns into piles of dust
sweet soft dust