for those who think young

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

have you ever looked into a soul?
Werbeanzeigen

mother tongue

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Meine Mutter, die seit drei Jahren Überleben feiert. Ich nähere mich an, in Bildform. In altem, in Dingen, die vergangen sind. Nähere mich an in Orten, die ich selbst kaum ertragen kann. Plastikwurst und das Wissen, dass man nur an Orten wie diesen dieselbe Sprache spricht. Wie wir nie von den Menschen reden, die uns etwas bedeuten, wie wir auch nie übereinander reden.

Ich feiere DNA, die auch in mir festsitzt. Nehme mir vor, öfter nachzufragen. Bewohne die Räume zwischen ihr und mir, in Kreisen kommen die Ängste hoch.

Der König der Krankheiten, der kurzweilig nach der Psyche gegriffen hat, die nukleare Familie in Stacheldraht aneinander gekettet hat. Wir legen das Informationsheft für die Strahlentherapie beiseite. Mein Körper, bei dem ich mich nicht traue, vorsorgende Untersuchungen tätigen zu lassen. Die Zyste an der Schilddrüse reicht.

Meine Mutter, die weniger mit mir gemein hat als ich dachte. Meine Mutter, von der ich mehr habe, als ich dachte. Der Biss und das Abwarten. Erinnerungen an Nachmittage und den Geruch von getrockneter Erde und Erdbeeren. Stahlaugen, manchmal grausam, manchmal desinteressiert. Meer und Himmel und das Dunkle in den Dingen, das ebenso aus meinen Augen spricht. Gelegentlich ist da einfach nur mehr Wald. Vielleicht zieht es einen deshalb in die Nadelwälder.

forgive me if I bleed

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

∆ 12

Dann lebe ich mich in Rage und in die kleinen Ecken in mir drin, das nennt man wohl Unsicherheit, das nennt man wohl Grausamkeit gegen sich selbst, das nennt man wohl heulen im Flur.

M., die auf meinem Sofa lag und mein tiefes Atmen zu deuten wusste, über deren Worte ich nur unter Tränen reden konnte. Du weißt, das sind die, die bis auf die Knochen herunter brennen. Du darfst verbalisieren, dass und wenn es dir mal nicht gut geht. Nein, es geht mir gut. Ich tanze gelegentlich nur mit Hilflosigkeit bekleidet durch die Wohnung und verwechsle das mit Panik.

Vielleicht muss ich wirklich noch davon erzählen, wo all diese Narben herkommen.

the concubine II

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

Untitled by smallcutsensations

(Fragment)

An manchen Tagen werfe ich sogar meine Hämatome an die Wand. An anderen ist es wiederum nur die Zeit. Meine, nicht deine. Nie deine, weil ich finde, dass die von dir, die, die du in dir trägst, um Längen wertvoller ist als meine.
Das sagst du nur so. Dabei wissen wir doch alle, dass dem nicht so ist.
Das sind die Dinge, die ich dir nicht erzählen kann, unregelmäßiger Tastendruck auf Tastaturen, zu viele Worte mit dem gleichen Wortstamm.

Dann verknote ich mir die Finger.

Ein Anfang wäre es immerhin. Nackt auf dem Bett, darüber: sie gehen auf Zehenspitzen, wollen mich nicht hören, also das heißt: wollen mich nicht hören beim Atmen und Denken. Immer schneller, immer schneller denke ich. Denke ich. Dann wieder: ein Nichts. Abgebogen in die Ecken anderer Leute. Man zieht das an.
Abgestanden in diesem schönen Leben, immer die Fenster geöffnet. Volle Fahrt, ich ziehe durch ein Feld aus politischer Inkorrektheit. Das heißt nichts.

Das weißt du ganz genau. Schreibmaschine Nummer zwei, laut. Die kann ich nicht mitnehmen, denke ich, fahre mir durch ein bisschen Bass. Das geht auch immer schneller, die Geräusche so drückend wie eine Panik. Die von der Sorte, die so hastig aufsteigt, dass man ihr nicht entgegenwirken kann.
Das geht vorbei, auch das weißt du. Du ertrinkst nur gerade in Adrenalin. Du kannst nicht ewig so weiteratmen.
Sagen kann ich das nicht wirklich, ich kann mich kaum in eine Richtung bewegen, der Deckel auf der Schreibmaschine passt nicht mehr in meine Finger.
Das ist der Bass, das ist die Zeit, die ich dir doch genommen habe. Natürlich sagt ein kleiner Knoten in mir. Knoten, die durch meine Finger hindurch gewachsen sind. Und seit Tagen kann ich nicht mehr so richtig schlafen, wenn meine Haut alleine atmen muss.
Es tut mir leid wegen der fehlenden Dämmung, das kann man nicht mehr nachrüsten, das ist dir bekannt, das ist mir bekannt, wir sind so gebaut und dann zieht es uns immer wieder die Luft aus den Lungen. Alles kleinschreiben, was sonst durch die Gegend schreit. 
Wir konfigurieren alles neu. Das wusste ich nicht. Ich springe gern zwischen Präteritum und dem hinteren Ende der Gegenwart hin und her. Irgendwann wirst du auch das verstehen. Das ist nur der Druck, den an sich aufbaut, das ist keine Panik. Die kommt später, die kommt schon noch früh genug.
autumn falls down
and I can hear the sound