happiness does not wait

Als würde man Leben zusammenklauben, als täte man nichts anderes. Weil es durch die Knochen geht. Metastasen im Bauchbereich, Gehirntumor, doppelter Herzinfarkt. Weil es gelegentlich nicht besser ist, zu wissen, was im Körper feststeckt. Wie die Borreliosebakterien, die wohl noch in meinem Rückenmark sitzen. Verbindungsstrang, man kappt so gerne altes, vernachlässigtes. Immer das Gefühl, man hätte etwas vergessen. Die Unruhe darüber, dass man sich nie zu zweihundert Prozent sicher sein kann. Die Komfortzone: ausgeweidet.

Leben auf einem Haufen und in blauen Müllsäcken. Darunter der Estrich, blank, nackt, kahl. Die Haut eines jeden Bodens, man kann Parallelen ziehen. Neben einem das rote Buch, in dem man täglich ankreuzt, was nicht immer in Wortform angegeben werden kann. Wenigstens blutet man sich wieder auf die Seiten. Der linke Arm schon eingeschlafen, weniger ist mehr. Kälte in den Fingern am Abend.

Zusammengefaltet wie eine Katze, auf inneren und äußeren Zuruf. Dann friert es sich nicht mehr ganz so leidenschaftlich. Am Morgen ist alles warm und brennt.

(Ólafur Arnalds – Happiness does not wait)

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